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Bertram Geck

Digitalisierung, Kommunikation & Leadership

Sich selbst obsolet machen

„Jeder denkt daran, wie er die Welt verändern könnte, aber niemand denkt daran, dass er sich selbst verändern kann.

Leo Tolstoi – Schriftsteller 1828-1910

„Nichts ist weniger effizient, als etwas effizienter zu machen, was überhaupt nicht gemacht werden sollte.“

Peter Drucker – amerikanischer Ökonom  1909-2005

Im zweiten Simpel habe ich von den Eigenschaften gesprochen, die einen guten Chef ausmachen. Ich möchte mich in diesem Simple auf zwei wichtige Eigenschaften fokussieren: Delegation und Effizienzsteigerung. Diese beiden Eigenschaften sind nicht nur wichtig für Führungskräfte, sondern sie sollten von jedem Mitarbeiter beherrscht werden. Hier möchte ich auf diese beiden Aspekte aus Führungskräftesicht eingehen und dann den großen Vorteil für sie aufzeigen.

Delegation

Delegationsfähigkeit bedeutet erstmal abgeben. Und damit haben wir auch schon den Grund genannt, darum das so selten funktioniert. Wenn ich etwas delegiere, gebe ich die Tätigkeit ab. Wenn ich die Tätigkeit abgebe, braucht man mich womöglich nicht mehr, da meine Arbeit von jemandem anders gemacht werden kann. So ist die Perspektive vieler Menschen auf den Begriff Delegation. Führungskräfte können gar nicht anders, als Aufgaben zu delegieren. Manchmal werden die besten Mitarbeiter zu Führungskräften ernannt und machen die gleichen Tätigkeiten weiter, wie bisher, weil sie sie am besten können und auch noch spaß dran haben. Abgeben dieser begeisternden Tätigkeiten könenn sie sich gar nicht vorstellen.

Die andere Perspektive auf Delegation betrachtet die Chancen, die sich dem Delegierenden und dem Delegierten damit auftun. Der Delegierende hat Zeit für andere Dinge, und der Delegierte kann lernen und in ein Aufgabenfeld hineinwachsen.

Vertrauen ist wichtig für gute Delegation. Vertrauen, um dem Delegierten die Tätigkeit zuzutrauen und ihn nicht durch zu starke Kontrolle zu sehr einzuschränken.

Der Vorteil auf den ich hier eingehen möchte, ist die plötzlich gewonnene Zeit.

Effizienzsteigerung

Der zweite Aspekt, den ich in diesem Simple ansprechen möchte ist Effizienzsteigerung. Im Alltag, ob privat oder im beruflichen Umfeld, hat man immer weniger Zeit. Wer kennt nicht den Streß, zwischen Büroschluß und Ladenschluß noch etwas zu erledigen, zwischen zwei Meetings noch ein Protokoll schreiben und dann am Ende noch schnell die 135 E-Mail checken.

Ich vesuche mit jeder Tätigkeit diese effizienter zu machen. Machen Sie sich klar, daß jeder Klick in einer Benutzeroberfläche und jeder Prozessschritt im Tagesablauf einer zuviel ist. Je einfacher die Abläufe sind umso mehr Zeit hat man, umso weniger Fehler macht man.

In automatisierten Abläufen kann der Mensch keine Fehler machen. Fehlerreduktion, Zeitgewinn, Ressourceneinsparung sind alles Vorteile von effizienteren Abläufen.

Mehr Zeit für was ?

Auch hier möchte ich nur den Vorteil der gewonnenen Zeit ansprechen. Wie schon bei der Delegation von Aufgaben an Mitarbeiter oder Kollegen, gewinne ich plötzlich Zeiträume, die mir Freiheiten geben, Dinge zu tun, die mich weiterbringen können. Ich kann nun an der Weiterentwicklung der Organisation arbeiten. Und hier ist der großeKnackpunkt, der oft die Weiterentwicklung eeinr Organisation verhindert. Das Tagesgeschäft scheint mich als Fürhungskraft so sehr einzuengen, daß ich keine Zeit mehr habe für Weiterentwicklung und Veränderung. Der Befreiungsschlag kann nur gelingen, indem man Aufgaben delegiert und in sich selbst effizienter wird.

Kurz um: Man muß immer das Ziel haben„sich selbst obsolet zu machen“, in dem man seine Aufgaben delegiert und effizienter macht. Damit verschlankt man die Organisation, hat Zeit für Organisationsentwicklung und Erneuerungen. Daraus erwachsen neue Chancen und Erfolge.

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