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Blog

Orientierung im digitalen Wandel

Eine rote Linie verlässt einen grauen Kreis und führt durch eine geöffnete Tür.

Wenn Klagen in Organisationen das Handeln ersetzt

Kürzlich hatte ich Nietzsches Zur Genealogie der Moral in der Hand. Seine Überlegungen zum Ressentiment führen zu einer unbequemen Frage: Kann gemeinsames Klagen befriedigender sein als der mühsame und möglicherweise erfolglose Versuch, die Verhältnisse zu verändern? Das klingt zunächst hart. Denn es gibt genügend Gründe, sich zu beklagen. Hohe Arbeitsbelastung, unklare Entscheidungen, ständig wechselnde Prioritäten…
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Wenn Strategie im Alltag ankommen soll

Zwischen Zielbild und Tagesgeschäft Eine Strategie beschreibt zunächst einen gewünschten Zustand. Sie beantwortet die Frage, wohin sich eine Organisation entwickeln möchte. Der Alltag verlangt jedoch Antworten auf andere Fragen: Was bedeutet dieses Ziel für unsere nächste Entscheidung? Was sollen wir künftig anders tun? Was hat Vorrang, wenn nicht alles gleichzeitig möglich ist? Welche Aufgaben verlieren…
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Wenn Ameisen einen Elefanten tragen: Koordination ohne zentrale Steuerung

„Wenn die Ameisen sich einigen, können sie einen Elefanten tragen.“ Dieses Sprichwort aus Burkina Faso beschreibt überraschend treffend eine zentrale Herausforderung großer Organisationen: Wie gelingt es vielen einzelnen Akteuren, sich schnell auf ein gemeinsames Ziel auszurichten und koordiniert zu handeln? Ameisen schaffen genau das – ohne zentrale Leitstelle, ohne Organigramm und ohne lange Abstimmungsschleifen. Die…
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Wieder scheitern. Besser scheitern.

„Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.“– Samuel Beckett, Worstward Ho Wenn es um Lernen aus Fehlern geht, kann man mit diesem Zitat von Samuel Beckett die verschiedenen Aspekte, die damit zusammenhängen, gut beleuchten. Es wirkt zunächst ernüchternd. Wer möchte schon scheitern? In einer Welt, in der Erfolg gefeiert und…
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Zwischen Gelassenheit und Verantwortung: Stoizismus und Konfuzius

Kürzlich schrieb ich über die Stoizismus. In den Diskussionen ob des Artikels kam der Wunsch auf, diese Denkrichtung zu erweitern. In Zeiten wachsender Komplexität suchen viele Menschen nach Orientierung. Zwei Denktraditionen bieten dabei unterschiedliche, aber komplementäre Antworten: der Stoizismus – geprägt durch Denker wie Epictet und Marc Aurel – und der Konfuzianismus, die Lehre von…
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Wir müssen reden

In Organisationen hört man immer wieder einen Satz: „Damit habe ich nichts zu tun.“ oder etwas abgeschwächt: „Das betrifft meinen Bereich nicht.“ Auf den ersten Blick ist das verständlich. Organisationen bestehen aus Aufgaben, Zuständigkeiten und klaren Verantwortlichkeiten. Jeder Bereich hat seine eigenen Themen, Prioritäten und Zeitpläne. Und gerade in Zeiten hoher Arbeitsdichte, vieler Projekte und…
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Das hatten wir doch schon

oder – Warum alte Ideen manchmal neu richtig werden Es gibt einen Satz, der in Organisationen erstaunlich häufig fällt, wenn neue Ideen vorgestellt werden: „Das hatten wir doch schon. Manchmal wird dieser Satz mit Skepsis ausgesprochen, manchmal mit einem Lächeln und manchmal mit einem Hauch von Stolz. Denn in dem Satz steckt mehr als Ablehnung.…
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Vom Maulwurf, vom Wolf – und vom Vertrauen

In einer Geschichte von Janosch – angelehnt an eine Fabel von Äsop – steht eine Fiedelgrille im Winter vor verschlossenen Türen. Den Sommer über hat sie musiziert. Als der Schnee fällt, sucht sie Schutz. Der Hirschkäfer lehnt ab. Die Maus ebenso. Beide berufen sich auf Gerechtigkeit. Nur der Maulwurf öffnet. Er rechnet nicht nach. Er…
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Jugendschutz stärken – mit einer datensparsamen eID für alle ab Geburt

Warum präzise Altersnachweise durch digitale Identitäten mehr leisten als nur einen einfachen Schutz vor Social-Media Die Steuer-ID existiert ab Geburt.Warum nicht auch eine datensparsame digitale Identität – minimal, attributbasiert und europäisch interoperabel? Wer Jugendschutz ernst meint, muss über digitale Infrastruktur sprechen. Die aktuelle Diskussion um ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige konzentriert sich auf Plattformpflichten, Bußgelder…
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2000 Jahre Gelassenheit – und warum sie immer noch wichtig ist

Stoizismus: Von Mark Aurel bis Mel Robbins 1. Der antike Ursprung: Kontrolle über die eigene Haltung Der Stoizismus entstand im 3. Jahrhundert v. Chr. in Athen. Sein Begründer war Zenon von Kition, der unter einer bemalten Säulenhalle – der Stoa Poikile – lehrte. Von diesem Ort erhielt die Schule ihren Namen. Später prägten vor allem:…
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