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Bertram Geck

Digitalisierung, Kommunikation & Leadership

7 Regeln für gutes Management

Führen, organisieren, motivieren, lernen, vertrauen, all das sind Stichworte, die oft zuerst in einer Themensammlung genannt werden, wenn es um das Führen von Gruppen geht.

Führung von Menschen in einem Unternehmen ähnelt sehr dem Zusammenleben von Menschen im Alltag. Einige Dinge muss man tun, einige möchte man tun. Freude am Leben und positives Denken gehört bei vielen Menschen zu den Essenzen, die die Rezeptur eines schönen Lebens ausmachen. Eine Fußballmannschaft, ein Orchestra, eine Seilschaft beim Bergsteigen sind als Einheit begreifbar, die alle ein gemeinsames Ziel haben, sei es der Sieg im Spiel, das musikalische Zusammenspiel der Symphonie oder das Erklimmen eines Gipfels oder Felsens. Immer gibt es ein Ziel und die Mannschaft muss dieses Ziel erreichen.

In einem Unternehmen besteht das Ziel meist aus Umfang-, Termin-, Qualitäts- und Ressourcenfestlegung. Entscheiden muss man sich nun bei der Anwendung von Methoden, von denen es eine Vielzahl gibt.

Die wichtigen Essenzen einer guten Führung von Menschen sind

  • Ziele definieren
  • Vertrauen und Delegieren
  • Vorbild sein
  • Motivieren
  • Herausfordern
  • Optimal einsetzen
  • Entscheidungen treffen

Ziele definieren

Langfristige und kurzfristige Ziele setzen

In einer Gruppe den Weg bestimmen, über den man zum Ziel gelangen möchte; Das kann sehr einfach sein und schnell gehen, wenn es nur einen Weg gibt, aber auch  hoch hergehen, wenn es mehrere Wege zur Auswahl gibt. Und es wichtig, dass es hoch hergeht, damit alle im Team alle Wünsche und Bedenken zu den möglichen Richtungen, die man einschlagen kann, sein Ziel zu erreichen, geäußert haben  und zur Kenntnis genommen haben. Man streitet und trägt die Konflikte aus und stürmt dann gemeinsam mit gebündelter Kraft in die gleiche Richtung.

Nachdem die Richtung festgelegt wurde, darf niemand mehr den Arm heben, und sagen „Hab ich doch gewusst, dass das nicht klappen kann“ oder nach der Hälfte des Weges sagen „Ich glaube, die andere Richtung wäre besser gewesen“.

Welchen Weg gehen wir? Links herum, oder rechts herum ? Als Kolumbus 1492 westwärts nach Indien segelte und zufällig Amerika entdeckte, hätte es fatale Folgen gehabt, wenn mitten auf dem Weg der Steuermann plötzlich die Idee gehabt hätte, doch nach Osten zu fahren und nicht nach Westen. Es ist wichtig, dass das ganze Team die gleiche Vision und Zielrichtung hat und versteht. Nur so kann jeder effektiv seinen Beitrag zum Ziel einbringen.

Kennen Sie Tauziehen? Stellen Sie sich ein Seil vor, an dessen Enden jeweils eine Gruppe  ist andere Tauende über eine Linie ziehen möchte. Jeder in der Gruppe zieht am gleichen Seilende. Sollten zwei davon etwas gegeneinander ziehen also nicht vollkommen parallel, so verschenken sie Kraft durch das Gegeneinander ziehen. Die verschenkte Kraft liegt bei geringer Abweichung schon bei ca. 10%. Bei 10 Leuten am Seil die eigentlich in eine Richtung ziehen wollten, sind die 100 % (also die Kräfte eines Teammitglieds), die verloren gehen. Durch sehr genaue Zieldefinition kann diese Abweichung minimiert werden. Je spezifischer das Ziel definiert ist umso besser können alle im Team an einem Strang in die gleiche Richtung ziehen und die Energie optimal ausnutzen.

Gemeinsame Ziele setzen, keine persönliche Agenda zulassen

Zu Beginn erwähnte ich drei Gruppen von Individuen, die als Gruppe jeweils ein gemeinsames Ziel haben. Eines der Beispiele mag den ein oder anderen Leser gewundert habe. Das Beispiel mit den Autos, die als gemeinsames Ziel den reibungsfreien Verkehrsfluss haben, steht außerdem noch für ein negatives Beispiel, nämlich die starke persönliche Agenda des Einzelnen. Dieser Agenda zum Wohle wird oft das Ziel der Gemeinschaft geopfert. Daher ist die Gemeinschaft mit einem Ziel ein großartiges Teaminstrument, die Selbstorganisation zu fördern. Der Autofahrer hingegen wird sich mit seinem Fahrzeug versuchen den schnellsten Weg zu finden und  dafür gegebenenfalls andere blockieren.

In einem erfolgreichen Team wird jeder alles geben, damit auf dem Weg, den man gemeinsam bestimmt hat, das Ziel erreicht wird. Und jeder wird alles geben, damit jedes Teammitglied über diesen Weg gehen kann. Denn am Ende zählt nur das Ergebnis des Teams und nicht das Ergebnis des einzelnen. „Einer für alle, alle für einen“ dieser Ausspruch der Musketiere hat genau diese persönliche Agenda eliminiert, da die erfolgreiche Truppe nur ohne persönliche Ziele erfolgreich sein kann. Der Offizier bestimmt und die Soldaten laufen los.

Vertrauen & Delegieren

Nur wer vertraut, kann auch delegieren

Das fällt besonders dann schwer, wenn man bislang alles über seinen Schreibtisch laufen lies. Wer kennt nicht die Führungskraft, die jeden Schriftverkehr, den jemand nach außerhalb der Abteilung versendet, gegenzeichnen möchte, die jede Entscheidung kennen möchte, die alles weiß.

Auf der Hand liegt, dass sich hier ein Stau ergeben kann. Dies ist ein Engpass, der, wenn plötzlich viele Anfragen kommen, zum Gegenzeichnen und zur Entscheidung vorliegen, nicht mehr alle bearbeitet werden können, und somit kritische Dinge nach hinten geschoben werden.

Vorbildfunktion

Ein Team steht und fällt mit der Zusammenarbeit zwischen dem Team und seinem Teamführer (hier anderes Wort finden). Der Team-Lead muss seinem Team, neben anderen Dingen, Anerkennung zollen und das Team muss Respekt dem Teamlead gegenüber haben. Wo kommt dieser Respekt her ? Ein großartiger und sicherer Weg sich Respekt zu verschaffen, ist es, Vorbild zu sein. „Leading by Example“ ist der amerikanische Ausdruck, für diese Methode. Von dem US-amerikanischen Offizier wird gesagt: Er zieht seine Männer in den Krieg, er schiebt sie nicht hinein. Er schreitet voran.

Das gleiche sollte auch erwartet werden, von der Führungskraft. Wenn der Teamlead mit der Innigkeit und Authentizität bei seiner Arbeit ist, so färbt das sofort auf das Team ab.

In schwierigen Situationen gibt die Führungskraft dem Team den notwendigen Halt. Bei gefallenen Entscheidungen gibt die Führungskraft dem Team Rückendeckung. Der Führer stellt sich vor das Team, und stützt, füttert, behütet es. Zum Beispiel bei strategischen Entscheidungen, wird ein guter Teamlead das Team begleiten.

Achtsamkeit ist eine wichtige Voraussetzung für Respekt. Nur wer achtsam mit seinem Gegenüber umgeht, kann ihm gegebenenfalls den notwendigen Respekt zollen. Wer nicht achtsam ist, hat erst nicht die Option, Respekt zu zollen, da ihm das Bewusstsein für das Wesen des Gegenübers fehlt.

Motivieren

Emotionale Intelligenz ist wichtig für die Motivation anderer Menschen. Im Simpel-1 haben wir über emotionale Intelligenz gesprochen und einige Aspekte herausgehoben. Die folgenden beiden sind besonders für die Motivation anderer wichtig:

  • Soziale Kompetenz (Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und tragfähige Beziehungen aufzubauen, gutes Beziehungsmanagement und Netzwerkpflege)
  • Empathie (Fähigkeit, emotionale Befindlichkeiten anderer Menschen zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren)

Die emotionale Intelligenz befähigt jemanden die vorhandenen Gefühle, Emotionen und Stimmungen nicht nur wahrzunehmen sondern auch bewusst mit ihnen umzugehen. Aus dem bewussten Umgang werden wiederum Eigenschaften wie Teamfähigkeit, Motivationsfähigkeit und Vertrauenswürdigkeit bebildet.

Herausfordern

Mitarbeiter müssen gefordert werden. Es gibt das Sprichwort: „Man wächst mit seinen Aufgaben“. Aber Achtung: das Peter-Prinzip darf nicht zuschlagen. Das Peterprinzip: Man wird so lange befördert, bis man die optimale Stufe seiner Karriere überschritten hat.

Fordern Sie Mitarbeiter bis an die Grenze und loben Sie anschließend.

Optimal einsetzen

Stellen Sie sich vor, sie sind Skipper auf einem Segelboot. Sie stehen vor einer Gruppe von Leuten, die auf dem Segelboot angeheuert haben und nun Segeln sollen. In dr Gruppe ist jemand mit nautischen Kenntnissen, der setzen Sie als Steuermann ein. Derjenige, der gut sehen kann, wird den Ausguck machen. Der gute Koch ist Smutje an Bord und die starken Arme werden Segel hissen und reffen.  Jeder soll das tun, was seine Eigenschaften unterstützen und was ihm am meisten Freude macht. Durch die Freude macht es viel mehr Spaß, und somit kann man sich selbst motivieren. Kennt man seine Stärken und Schwächen, so ist man in der Lage, seine Effektivität um ein Vielfaches zu verbessern.

Entscheiden

Immer wird es die Situation geben, dass im Team diskutiert wird, ob man das Problem links herum oder rechts herum löst. Wenn das Team zu keiner Entscheidung kommen kann, dann ist die Führungskraft gefragt eine Entscheidung zu treffen. Diese kann nun aus dem Bauch heraua, aufgrund der persönlichen Erfahrung , oder anhand von Kriterien gefällt werden. Was aber wichtig ist, ist dass eine Entscheidung gefällt wurde. Diese muss nun in der Diskussion nicht allen gefallen, aber wenn sie getroffen wurde, so ist von dem Augenblick an, der Weg von allen Teammitgliedern gemeinsam mit zu tragen. Der Mensch neigt dazu kriutische Entscheidungen vor sich herzuschieben. Das ist nicht notwendig. Durch einfache Mechanismen  kann man kritische Dinge einfach umsetzen.<, Ohne Angst in der Organisation.

Eine Antwort

  1. […] zweiten Simpel habe ich von den Eigenschaften gesprochen, die einen guten Chef ausmachen. Ich möchte mich in […]

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