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Bertram Geck

Digitalisierung, Kommunikation & Leadership

Rolestorming

„Es gibt bestimmte Ideen, die im Bewußtsein nur so kurze Zeit auftauchen, wie der Karpfen beim Springen an der Wasseroberfläche sichtbar wird. Wenn man sie nicht im selben Augenblick aufspießt, gehen sie aufs neue im Nichtsein verloren.“

Henry de Montherlant (1896-1972), frz. Dichter

In fast allen Team-, Coaching und und Führungs-Sessions kommt das Gespräch auf Brainstorming. Oft wird bemängelt, daß es an echter Kreativität und freiem Ideenaustausch mangelt.

Das Rolestorming soll helfen, mehr Ideen, die abseits vom Standard liegen zu entdecken und formulieren zu können.

Ursprung

Das Rolestorming wurde von Rick Griggs Ende der 80er Jahre entwickelt.

Er sah sich immer wieder mit der Situation konfrontiert, daß Teilnehmer an Brainstorming Sessions Ihre Ideen nicht verbalisieren konnten, weil es Ihnen zu unangenehm ist oder weil sie annehmen, daß die Idee nicht in den Kontext passt. Also entwickelte Griggs eine Methode, die es den Teilnehmern erlaubt, in die Rolle eines anderen zu schlüpfen , und die Ideen und Gedanken, losgelöst von ihrer eigenen Person zu formulieren.

Somit fühlen sich die Teilnehmer wohl und können anschliessend weiter handeln, ohne das Gefühl zu haben, etwas unpassendes gesagt zu haben.

Anwendung

  1. Beginnen Sie das Brainstorming mit regulären Ideen.

Durch die Sammlung von regulären Ideen, anhand der Mitglieder in der Brainstorming Session wird das eigene Feld der Kreativität abgesteckt und die Grenzen zu benachbarten Feldern identifiziert. In diese benachbarten Felder möchte man  mit Hilfe des Rolestorming gelangen.

  1. Identifizieren Sie die möglichen Rollen

Nun finden Sie Rollen, in die die Teilnehmer schlüpfen können. Es sollten keine anwesenden Personen sein und möglichst keine allgemein bekannten Personen.  Es können Kollegen, Führungskräfte, Mitarbeiter des Wettbewerbs oder ganze anderer Organisationen sein.

  1. Schlüpfen Sie in die Charakter der Rollen

Nun beginnt der interessante Teil: Schlüpfen Sie in die Rolle und versuchen wie sie zu denken. Beantworten Sie dazu Fragen wie

  • Wie sehe ich die Welt
  • Was möchte ich erreichen
  • Was sind meine Stärken und Schwächen
  1. Brainstoming aus dem gewählten Charakter

Nun beginnen Sie das Brainstorming aus der gewählten Rolle heraus. Die Ideen sollten formuliert werden mit „Mein Charakter denkt….“ „Meine Person würde…..“ Dies schafft eine größere Distanz zur eigenen Person und ermöglicht somit freieres Reden.

Literatur

Arthur B. VanGundy, 101 Activities for Teaching Creativity and Problem Solving

Shery Russ, Creativity Alley

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