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Postel’s Gesetzt – Robustheit in der Digitalisierung

Wer kennt das „Postel’s Law“ – Robustheit in der Digitalisierung

Wo immer digitalisiert wird, kommunizieren Dinge miteinander in dem sie Daten austauschen. Software versendet Daten, und Software empfängt die Daten.

Die Robustheit der Kommunikation ist ein Schlüssel für den Erfolg von Digitalisierungsvorhaben.

Dabei kommt das Gesetz von Postel zum Tragen. Es ist eine Vorgabe im Software Design und dient Programmierern als Direktive, um die Software robuster zu gestalten.

Das Gesetz lautet: „Sei streng bei dem was du tust und offen bei dem was du von anderen akzeptierst“

Oder im Original: „Be conservative in what you do, be liberal in what you accept from others“

Der Internet Pioneer Jon Postel, schrieb dies in einer frühen Spezifikation des Transmission Control Protocol (TCP) Absatz 2.10. des RFC 761 , was Grundlage für das Internet wurde.

Anders ausgedrückt sollen sich Implementierungen von Kommunikations-Software selbst möglichst eng an bestehende Empfehlungen und Standards halten, ohne diese Vorgehensweise von anderen Beteiligten zu erwarten. Das bedeutet eine höhere Toleranz für eintreffende Daten aufzuweisen, während die ausgehenden immer korrekt sein sollen.

Nachlesen kann man das auch unter: https://en.wikipedia.org/wiki/Robustness_principle

Messbarkeit der agilen Softwareentwicklung

Erfolg der agilen Softwareentwicklung messen

Immer mehr Unternehmen steigen auf agile Vorgehensweise um. Manche Organisationen sind nach einiger Zeit erfolgreich in der agilen Umsetzung ihrer Anforderungen. Bei manchen Unternehmen scheint die agile Transformation in Chaos und Misserfolg zu enden. Manchmal dient die agile Transformation als Feigenblatt für ungeplantes oder chaotisches Vorgehen. In diesem Artikel zeige ich Möglichkeiten auf, die Transformation messbar zu machen.

In meinem letzten Artikel zur agilen Transformation und Bi-Modalem Vorgehen nannte ich Management-Support eine der wichtigen Erfolgsfaktoren der Transformation. Management wird sich nur hinter das Vorgehen stellen, wenn Aufwand/Nutzen transparent sind und zum Vorteil der Organisation gereichen. Als muss man messen und das Gemessene darstellen, um Transparenz über Aufwand/Nutzen zu erzeugen und damit die Unsicherheit zu reduzieren.

Messung der Effizienz oder Fortschritt der Transformation

Wenn man in agilen Teams fragt, wie man den Erfolg misst, dann kommt oft als Antwort: „Die Velocity“ oder „Anzahl Userstories“

Es ist aber nicht nur die Effizienz der agilen Vorgehensweise, sondern auch der Erfolg der Transformation zur agilen Vorgehensweise. Im Laufe der agilen Transformation erwartet man, dass die Effizienz steigt.

Also ist der Erfolg der Transformation nicht nur durch die Effizienz alleine, sondern auch durch die Steigerung der Effizienz bestimmt.

Wir versuchen uns nun an der Frage: „Ist die agile Transformation erfolgreich?“

Messung der Effizienz

Wir beginnen mit Frage wie man die Performance messen kann.

Eine singuläre Metrik „Velocity“ ist nicht hinreichend. Denn die Erfahrungen zeigen: „Ein Team wird sein Verhalten an die Metrik anpassen“ Die Aussagekraft einer einzelnen Metrik ist leicht durch verändertes Teamverhalten zu reduzieren.

Besser ist es, unterschiedliche Sichten auf die Performance zu richten. Durch diese ausgewogene Messung erhöht sich gleichzeitig ihre Aussagekraft.

Messung des Transformationserfolgs mit Balanced Scorecards

Gemäß dem Konzept der Balanced Score Card (BSC) werden die klassischen Kennzahlen um adaptiert um die Transformation zu bewerten:

Umsetzungs-Perspektive:

Was muss gemacht werden, um die Projekt-Performance im agilen Umfeld zu messen?

Anwender-Perspektive:

Wie muss sich der Dienstleister gegenüber dem Kunden verhalten, damit Anwendungsnutzen und Benutzerzufriedenheit maximiert werden?

Wert-Perspektive:

Wie ist sichergestellt, dass die größtmögliche Wertschöpfung generiert wird?

Strategische Perspektive:

Ist die Agile Transformation bei den Mitarbeitern angekommen? Wie können Verbesserungs- und Innovationspotenziale gefördert werden, um einen maximalen Anwendungsnutzen zu erreichen?

Metriken

Dazu kann man eine ganze Reiche von Metriken heranziehen.

Durchführung

  • Produktivität
  • Anzahl Userstories die nicht abgeschlossen wurden
  • Storypoints fertiggestellt je Sprint
  • Qualität
  • Testabdeckung im CI-Systems
  • Anzahl Fehlermeldung in 4 Wochen nach Release
  • Planbarkeit
  • Abweichung von Userstoriesabschlüssen und Featureabschlüssen

Kundenorientierung

  • Anwenderzufriedenheit
  • Stimmungsbildabfrage und Umfrage
  • Stakeholderzufriedenheit
  • Stimmungsbildabfrage je Monat in Regelmeetings integriert
  • Verfügbarkeit
  • Serverdowntime
  • Fehler in Produktion
  • Fehlerzahl

Wertschöpfung

  • Erzeugung von Wertschöpfung je Release
  • Feature je Release
  • Releasefrequenz
  • Verschwendungsreduktion
  • Bewertung des Backlog durch Anwender
  • Anwendungshäufigkeit
  • Fachliches Monitoring zur Ermittung von Nutzungen

Strategische Ausrichtung

  • Mitarbeiterzufriedenheit
  • Anzahl Personalwechsel
  • Umfragewerte
  • Trenderhebung in Retrospektive
  • Mitarbeiterbefähigung
  • Kompetenz-Messungen

Bimodale IT (Computerwoche – Juni 2016)

Wie kann eine IT ihre komplexen Systeme mit schnellen Updates versorgen und gleichzeitig hohe Stabilität sicherstellen? Die Antwort auf diese Frage lautet: Indem sie verschiedene Release-Geschwindigkeiten beherrscht. Im Artikel der Computerwoche beleuchte ich einige der Aspekte, die für eine Bimodale IT berücksichtigt werden müssen und gebe Hinweise auf Vorgehensweisen.

http://www.computerwoche.de/a/agile-transformation-und-die-bimodale-it,3229037