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Bertram Geck

Digitalisierung, Kommunikation & Leadership

Transparenz für Veränderung

Warum ist Transparenz bei Veränderungen so immens wichtig?

Jede Veränderung nimmt Wissen fort.
„Sobald sich die Umgebung verändert, fehlt Wissen über die neue Lage. Das Wichtigste, was in einer Situation mit unzureichenden Kenntnissen über die Umgebung benötigt wird, ist umfassende Transparenz.“
Dieses Zitat kommt ursprünglich von Experten der medizinischen Notfallversorgung, und es war nie aktueller als heute. In einer Situation, die keiner von uns so je erwartet hat, wissen wir nicht viel was auf uns zukommt.
Da ist umfassende Transparenz hilfreich und befördert die Aktivierung aller verfügbaren Kräfte um mit der Situation zurecht zu kommen.
Auch in einer Organisation ist das Prinzip Transparenz bei Veränderungen wichtig.
Wenn sich in der Organisation etwas verändern soll, hilft Transparenz dabei, die Kräfte, die so wichtig für die erfolgreiche Veränderung sind, zu bündeln.
Dabei sind folgende Aspekte wichtig:

  1. Information über die Veränderung durch proaktive Kommunikation
  2. Beteiligung aller Betroffenen
  3. Regelmäßige Bewertung des Vorgehens und der aktuellen Situation.

Proaktive Kommunikation hilft die Transparenz zu etablieren. Menschen sind vielseitig. Manche holen sich alle Informationen und manche Menschen fokussieren auf einen Teil der Informationen. Daher ist es wichtig, proaktiv allen die Option des umfassenden Informationszugangs zu bieten. Gleichzeitig ist es wichtig die Balance zwischen Informationszwang und Informationsbereitstellung zuwahren. Umfassende Transparenz darf nicht selbst zu einem Dogma werden.

Beteiligung der Betroffenen bei der Einschätzung der Veränderung hilft bei der Bewertung des Vorgehens. Somit wirkt Transparenz in beide Richtungen:

  1. Die Betroffenen müssen wissen was sich verändert, denn sie fragen sich „Was ist die Auswirkung für mich?“
  2. Diejenigen die Veränderung initiieren müssen wissen, was macht die Veränderung mit den Menschen und ihrer Umgebung. Wie fühlen sich die Betroffenen mit der Veränderung. Wie schätzen die Betroffenen die Veränderung ein?

Regelmäßige Bewertung des Vorgehens dient der Transparenz und duldet keinen Dogmatismus. Denn es bedeutet auch, dass alle Optionen dargelegt werden. Es bedeutet alle Alternativen auszuloten und nicht an einer Lösung auf ewig festhalten. Stattdessen hilft umfassende Transparenz immer wieder den eigenen Standpunkt und die aktuell vermeintlich einzige Lösung hinterfragen.

Hannah Arendt sagte dazu:

„Ich bin nicht negativ oder positiv, sonder radikal kritisch“.

Dogmen bei der Vorbereitung von Veränderungen bringen Streit und Streit während einer Veränderung mindert der Erfolg oder verhindert gar die Veränderung.

200 Jahre vor Hannah Arendt sagte Voltaire:

„Je weniger Dogma, desto weniger Streit“.

Dogmatismus verhindert neue Perspektiven einzunehmen und Alternativen zu betrachten. Dogmen sind eigentlich nur versteinerte Vorurteile. Sicher ist regelmäßige eine Neubetrachtung von Alternativen aufwendig. Immer wieder erfordert die Neubewertung des eingeschlagenen Weges wertvolle Energie. Aber wie viel würde man verlieren, wenn man auf ewig dem falschen Weg folgt und das Ziel am Ende gar nicht erreichen kann.

Also um erfolgreiche Veränderungen in Organisationen umzusetzen und um Veränderungsfähigkeit zu etablieren bedarf es umfassender Transparenz. Auch wenn dies Aufwand und oft ein Umdenken bedeutet so ist der Gewinn für die Organisation ein Vielfaches höher. Auch Kultur und Zusammenarbeit werden durch Transparenz nachhaltig befördert.

Link zum Video:

 

One Response

  1. […] Transparenz: Vollständige Information, Beteiligung und offene Bewertung aller Optionen. Auf der einen Seite: „Was soll sich ändern“ und auf der anderen Seite „Wie empfinde ich die Änderung“. Siehe auch meinen Blogeintrag zu Transparenz. […]

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