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Bertram Geck

Digitalisierung, Kommunikation & Leadership

Johari Fenster

„Mancher läßt sich lieber durch Lob ruinieren, als durch Kritik retten.“

Renata Tebaldi (1922 – 2004)

Wenn man schon einmal die Erfahrun gemacht hat, in einem wunderbar vertrauensvollen Arbeitsverhältnis zu stehen und mit allen Team-Mitgliedern wahrhaftig vertrauensvoll zusammenarbbeiten zu können, dann kann man sich glücklich schöätzen. Wahrscheinlich hat man in dieser Zeit auch höchst effektiv zusammengearbeitet und gute Ergebnisse erzielt.

Es ist die Phase, in der man die Kollegen gut kannte, ihre Persönlichkeit einschätzen konnte und authentisch sein konnte.

Das Ergebnis waren gute Teamabläufe, schnelle Kommunikation und beste Ergebnisse. Wie kommt eine solche Teamstruktur zustande, und wie kann man eine solche Struktur herbeiführen ?
Dies möchte ich hier beschreiben.

Das Modell

Das Modell des Johari-Fensters beschreibt ein Modell, welches das gemeinsame Verständnis beschreibt  . Der Name ist die die Zusammenführung der Anfangsbuchsteben aus den Namen Joseph Luft und Harry Ingham, welche das Modell 1955 entwickelten.

Die beiden Kern-Thesen hinter dem Modell lauten:

  1. Enthüllung von Information über einen selbst stärkt das Vertrauen der anderen gegenüber einem selbst.
  2. Feedback anderer einem selbst gegenüber hilft einem Selbsterkenntnis zu erlangen du persönliche Dinge zu klären.

Das Verständnis vom Johari-Fenster hilft Menschen Feedback zu geben und zu nehmen und auch Offenheit zu leben.

Wenn dieses Verständnis sensibel vermittlt wird, hilft es Menschen mehr Vertrauen aufzubauen, effektiver zu arbeiten und mehr Motivation zu erlangen-.

Der Graph

Das Johari-Fenster besteht aus 4 Quadranten.

1. Offener Quadrant der öffentlichen Person

Dieser Quadrant stellt alles dar, was man über sich selbst preigibt. Dazu gehört Verhalten, Wissen, Fähigkeiten, Neigungen und öffentliche Vergangeheit. Heutzutage ist das auch die Historie eines Individuums im Social Media Umfeld.

2. Quadrant — Blinder Fleck

Dies sind Aspekte, die man nicht über sich selber weiß, die aber andere über einen wissen. Es können einfache Informationen sein, aber auch Dinge, die sehr persönlich sind, wie Inkompetenz, Faulheit oder Abneigung von anderen. Das liegt darin begründet,, daß andere diies schwer mitteilen können, aber von aussenstehenden wahrgenommen wird.

3. Quadrant – Mein Geheimnis

Hier sind die Dinge versteckt, die man über sich selber weiß, aber niemandem mitteeilt.

4. Quadrant – Unbekanntes

Dies beinhaltet Dinge, die einem selbst, jedoch auch anderen unbekannt sind.

Die Zielsetzung

Das Johari-Fenster soll den 1. Quadranten, die öffentliche Person vergrößern, ohne zu viel Privates oder Persönliches veröffentlichen zu müssen. Im Kontext einer Teamarbeit ist dieser 1. Quadrant der wichtigste Quadrant, da das Team am effektivsten ist, wenn jeder viel über den anderen weiß. Diese Art der Veröffentlichung entsteht durch ein Geben und Nehmen zwischen den im Team interagierenden Personen.

Sobald man Informationen preisgibt wächst der Quadrant der Öffentlichen Person nach unten und der Geheimnis Quadrant schrumpft.

Sobald man Feedback erhält wächst der Quadrant der öffentlichen Person nach rechts und der blinde Fleck schrumpft.

Auf den ersten Blick erscheint das Johari-Fenster wie ein komplexes Werkzeug, aber tatsächlich ist es sehr einfach anzuwenden und kostet nur wenig Aufwand.

Im Allgemeinen sind Menschen mit einem großen 1. Quadranten sehr umgänglich und unkompliziert in ihrer Kommunikation, ehrlich und gut in der Teamkommunikation.

Menschen mit einem kleinen 1. Quadranten erscheinen verschlossen und unkommunikativ. Natürlich kann man diese Charakterisierung nicht ausschließlich auf die Johari-Fenster Aspekte reduzieren, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Charakterisierung zutrifft.

Anwendung

Der Prozess der Vergrößerung des ersten Quadranten erfordert authentische Selbst-Darstellung.  Auf den Punkt gebracht: Je mehr man seine Gedanken, Gefühle und Träume anderen Menschen gegenüber sensible darlegt, desto größer ist das Vertrauen der anderen Menschen. Das Gleiche gilt auch in die andere Richtung.

Aber Achtung: Nicht zu viel Darstellung eines selbst. Ab einer Schwelle, könnte der Respekt vor einem schwinden.

Ein weiterer Weg den ersten Quadrant zu vergrößern ist die Akzeptanz von Feedback. Nur mit Feedback kann man sich verändern und gar verbessern.

Beim Feedback ist es wichtig, zu prüfen, wie viel Feedback der gegenüber aufnehmen kann oder möchte. Zuviel Feedback kann den anderen Menschen erschrecken und den Kommunikationspfad verschließen. Am besten gibt man Informationen über sich selbst und Feedback über den anderen Menschen in kleinen Häppchen und ertastet sich so die optimale Menge an Information, die den öffentlichen Teil des Johari-Fensters vergrößert.

Wenn eine Person durch Feedback und Informationen Selbstvertrauen und Vertrauen in andere gewonnen hat und somit auch an Stärke gewonnen hat, können die Informationshäppchen größer werden.

Das Johari-Fenster im Team-Kontext

Langjährige Teammitglieder haben einen größeren öffentlichen Quadranten als neue Teammitglieder. Neue Teammitglieder starten mit kleineren Feldern, da sie bislang noch nicht die Möglichkeit hatten Feedback zu empfangen oder Informationen von sich preiszugeben.

Die Notwendigkeit von Feedback in dem Prozess der Steigerung von Team-Effizienz kann nicht oft genug erwähnt werden. Je mehr Feedback eintrifft, desto mehr schrumpft der blinde Fleck, das unbekannte in einem Selbst und desto mehr erweitert sich der öffentliche Bereich.

Daher ist konstruktives Feedback sehr wichtig von allen Teammitgliedern an alle Teammitglieder. Natürlich gibt es Teammitglieder, die kommunikativer sind als andere. Daher ist manchmal eine Formalisierung der Feedbackrunden sinnvoll.

Fazit

Das Johari-Fenster, von Joseph Luft und Harry Ingham 1955 entwickelt, zeigt, wie wichtig Bereitstellung von persönlichen Informationen und nehmen sowie geben von Feedback ist, um Teameffizienz zu steigern.

 

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