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Authentizität

Blog für Gesellschaft und Digitalisierung

Authentizität

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,

Ich kann auch die Herren Verfasser;

Ich weiß, sie tranken heimlich Wein

Und predigten öffentlich Wasser.

Heinrich Heine (1797-1856), dt. Dichter

Wahrhaftigkeit & Authentizität

Als ich über Gelassenheit schrieb, dachte ich oft an die Wahrhaftigkeit und die Authentizität. deren Schwerpunkt im menschlichen Umfeld mir am liebsten ist.

  • denke was du bist,
  • tu was du denkst,
  • sag was du tust, und
  • sei wie du sagst.
  • glaube an das, was du sagst.

Wenn man das sagt, woran man glaubt, wird die Umgebung, diese Wahrhaftigkeit honorieren und dafür einen Bonus und einen Vertrauensvorschuss geben. Deine Umgebung spürt, wenn Du wahrhaftig bis, egal, welcher Inhalt der Wahrhaftigkeit zugrunde liegt. Wahrhaftigkeit ist grundsätzlich positiv.

Denke und glaube an das, was Du bist. Erkenne Dich selbst. Tief in Dir ist etwas, was Du erspüren, ertasten musst. Nicht einreden, sondern erfühlen. Man kennt aus der Kindheit das Spiel mit der dunklen verschlossenen Kiste, in die man greifen musste, um zu erraten, was sich in ihr befindet. Erzählt wurde vorher von Getier, unheimlichen Dingen, und in Wirklichkeit lag doch ein Glas mit warmem Wasser oder ein Stück Fell und wenn man Glück hatte noch ein Stück Schokolade. So, wie Du als Kind auf dem Fest in eine dunkle Kiste gegriffen hast und ertasten musstest, was sich in ihr befindet, spüre offen für ALLES, was dort ist. Nicht die Erwartungshaltung bestimmt Dein Innerstes, sondern Dein Herz.

Sollte eine wichtige Entscheidung im Management bevorstehen, die vertraulich ist und die Mitarbeiter diese Entscheidung beim Vorgesetzten anfragen, so ist es in den meisten Fällen am wahrhaftigsten und den Mitarbeitern gegenüber am ehrlichsten, wenn man dies so sagt: „Die Entscheidung steht bevor, wenn ich die Entscheidung kenne, so darf ich sie Euch nicht mitteilen, bevor es offiziell ist.“ Mit dieser Mitteilung hat man den Mitarbeitern die Offenheit entgegengebracht, den Status mitzuteilen, ohne etwas über die vertraulichen Dinge zu sagen. Man kann oft ohne etwas Falsches zu sagen, die Wahrheit bis zu einem Punkt offenlegen.

Das Management hat als wichtige Eigenschaft ihren Mitarbeitern die Offenheit, Ehrlichkeit und  Authentizität zu vermitteln, ansonsten leidet die Reputation und Glaubwürdigkeit. Ohne die Glaubwürdigkeit können Entscheidungen nicht vermittelt werden und es fällt schwerer die Mitarbeiter von Maßnahmen zu überzeugen, wenn sie die Ursachen von Entscheidungen und Ziele der Organisation nicht ernstnehmen.

Aristoteles sagte in seiner Metaphysik

„Zu sagen nämlich, das Seiende sei nicht oder das Nicht-Seiende sei, ist falsch, dagegen zu sagen, das Seiende sei und das Nichtseiende sei nicht, ist wahr. Wer also ein Sein oder Nicht-Sein prädiziert, muss Wahres oder Falsches aussprechen.

[…] Nicht darum nämlich, weil unsere Meinung, du seiest weiß, wahr ist, bist du weiß, sondern darum, weil du weiß bist, sagen wir die Wahrheit, indem wir dies behaupten.“

Aristoteles, Metaphysik

Hiermit definiert er als Grundlage für wahr und falsch ausschließlich objektive Betrachtung und nicht subjektive Wahrnehmung.

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Aristoteles: Metaphysik

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