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Positive Psychologie

Blog für Gesellschaft und Digitalisierung

Positive Psychologie

Jeder Mensch hat Träume. Manche erinnern sich an diese Träume, manche Menschen erinnern sich nicht. Die Menschen, die sich an Träume erinnern, wissen von Orten, die angenehme Erinnerungen wecken können, die aber in der Realität nicht auftauchen.

Man kennt die Wünsche sich mit Kraft aus dem eigenen Körper heraus zu diesen Orten zu bewegen, die man bislang nur in seinen Träumen erreicht hat. Es gibt viele Beispiele, die wir in den Yogakursen erfahren haben, in denen Träume erfüllt wurden, durch die bewußte Hinwendung zu einer Traumebene, die in einer Art Selbstsuggestion mündet. Ein besonderer Aspekt an diesem Blog-Beitrag sind die Anteile der „positiven Psychologie“, die die der US-amerikanische Forscher Martin Seligmann 1998 formulierte. Er war damals Vorsitzender der Psychologist Association und forderte, daß seine Kollegen weniger das Unglücklichsein und die Depression untersuchen sollen, sondern das, was das Leben lebenswert macht.

Die positive Psychologie beschäftigt sich mit den folgenden Themen

Achtsamkeit

Achtsam sein bedeutet, innere und äußere Vorgänge mit ungeteilter, entspannter Aufmerksamkeit zu beobachten und „das ganze Bild“ aufnehmen.  Vier Aspekte verknüpfen wir mit Achtsamkeit:

Über-Bewusstheit: Eine Tätigkeit wird nicht einfach getan, sondern wir sind uns bewusst, etwas mit Grund zu tun. Jede Bewegung dieser Tätigkeit ist bewusst ausgeführt.

Nicht abgelenkt sein: Keine äußeren Einflüsse trüben unsere Aufmerksamkeit der Tätigkeit gegenüber. Keine Störungen, Grübeleien lenken uns ab.

Neutralität: Objekte Wahrnehmung ist essentiell wichtig für Achtsamkeit. Nicht die Bewertung über Vorurteile, sondern Registrierung des Geschehenen völlig wertfrei. Nur das lässt uns ALLES wahrnehmen. Ansonsten haben wir das Phänomen der selektiven Wahrnehmung.

Perspektivenwechsel: Wir sind uns bewusst, dass unsere Sichtweise falsch, beschränkt oder einengend sein kann, weil Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden können

Achtsamkeit ist mehr als nur Konzentration: Konzentration heißt, sich auf einen Gedanken oder ein Objekt zu fokussieren, sie wird z.B. gebraucht beim Lösen von Rechenaufgaben. Achtsamkeit dagegen brauchen wir bei neuen oder kreativen Aufgaben, wenn wir also nicht auf Bekanntes beziehen können.

Emotionale Intelligenz

Der Begriff „emotionale Intelligenz“ wurde durch das gleichnamige Buch des amerikanischen Psychologen Daniel Goleman populär. Er sieht fünf Aspekte, aus denen sich die emotionale  Intelligenz zusammensetzt.

  • Selbstbewusstheit (Fähigkeit eines Menschen, seine Stimmungen, Gefühle und Bedürfnisse zu akzeptieren und zu verstehen, und die Fähigkeit, deren Wirkung auf andere einzuschätzen)
  • Selbstmotivation (Begeisterungsfähigkeit für die Arbeit, sich selbst unabhängig von finanziellen Anreizen oder Status anfeuern zu können)
  • Selbststeuerung (planvolles Handeln in Bezug auf Zeit und Ressourcen)
  • Soziale Kompetenz (Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und tragfähige Beziehungen aufzubauen, gutes Beziehungsmanagement und Netzwerkpflege)
  • Empathie (Fähigkeit, emotionale Befindlichkeiten anderer Menschen zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren)

Die emotionale Intelligenz befähigt jemanden die vorhandenen Gefühle, Emotionen und Stimmungen nicht nur wahrzunehmen sondern auch bewusst mit ihnen umzugehen. Aus dem bewussten Umgang werden wiederum Eigenschaften wie Teamfähgkeit, Motivationsfähigkeit und Vertrauenswürdigkeit bebildet.

Flow

Der Begriff Flow stammt von Mihaly Csikszentmihalyi, der damit das Gefühl des völligen Aufgehens in einer Tätigkeit zu beschreiben. Wenn wir im Flow sind, sind unser Fühlen, unser Wollen und unser Denken in diesen Augenblicken in Übereinstimmung. Während wir der Tätigkeit nachgehen, spielen für uns weder die Zeit, noch wir selbst eine Rolle und das Handeln geht mühelos vonstatten.

Viele Tätigkeiten können Flow erzeugen. Bei einer genaueren Analyse fand Csikszentmihalyi folgende Bestandteile, die flowerzeugenden Aktivitäten gemeinsam sind (nicht alle Bestandteile müssen gleichzeitig vorhanden sein):

  • Wir sind der Aktivität gewachsen.

Wir spüren eine Herausforderung, es braucht entsprechende Fähigkeiten, die Herausforderung und die Fähigkeit passen zusammen.

  • Wir sind fähig, uns auf unser Tun zu konzentrieren.

Wir konzentrieren uns vollständig, sind nicht abgelenkt, lassen uns nicht ablenken. Wir hinterfragen die Aktivität nicht. Gleichzeitig (oder auch: dadurch) sind die Sorgen des Alltags aus dem Bewusstsein verdrängt.

  • Die Aktivität hat deutliche Ziele.

Wir wissen, was wir tun müssen, um das Ziel zu erreichen.

  • Die Aktivität hat unmittelbare Rückmeldung.

Wir wissen oder erfahren, wann wir etwas richtig oder falsch gemacht haben.

  • Wir haben das Gefühl von Kontrolle über unsere Aktivität.

Dabei ist es nicht wichtig, ob wir tatsächlich die Kontrolle haben – unser Gefühl für die Kontrolle ist entscheidend.

  • Unsere Sorgen um uns selbst verschwinden.

Die Bewusstheit von sich selbst geht verloren. Manchmal erlebt man die Ausweitung des Selbst über die Körpergrenzen hinweg. Es ist keine Zeit zur Selbsterforschung – wir sind einfach.

  • Unser Gefühl für Zeitabläufe ist verändert.

Wir haben das Gefühl, dass die Zeit schneller vergeht.

Glück

Obwohl Glück ein schwer zu definierender Begriff ist, könnte die Definition von Glück ungefähr wie folgt lauten: Glück kann einen Vorgang meinen, in dem jemanden unverhofft etwas Positives widerfährt („Glück haben“), einen Moment des Wohlgefühls bezeichnen („glücklich sein“) oder sich allgemeiner auf ein gelingendes Leben beziehen (über einen längeren Zeitraum „glücklich sein“).

So wird durch ein bewusstes oder unbewusstes Wohlbefinden, das nicht auf objektiven Tatsachen beruht, sondern rein subjektiv begründet ist, das Empfinden von Glück erzeugt.

Kreativität

Kreativität bezeichnet die Fähigkeit schöpferischen Denkens und Handelns.

Im künstlerischen Umfeld wird Kreativität als Begriff für die persönliche geistige Schöpfung verwendet um somit die Urheberrechtlichkeiten einzugrenzen. Zunehmende Bedeutung gewinnt die Kreativität als schöpferische Fähigkeit und damit potentiell wertgernerierende Leitung im Umfeld von Wirtschaft und Wissenschaft. Die Erforschung kreativer Prozesse und ihre Beherrschbarkeit und Berechenbarkeit rückt weiter in den Fokus.

Kreativität im weitesten Sinn beruht auf der Fähigkeit des menschlichen Gehirns, die Lücke zwischen nicht sinnvoll miteinander verbundenen oder logisch aufeinander bezogenen Gegebenheiten durch Schaffung von Sinnbezügen mittels freier Assoziation mit bereits Bekanntem und spielerischer Theoriebildung (Phantasie) auszufüllen.

Selbstvertrauen

Das Selbstvertrauen ist die Bewertung der eigenen Person. Das schliesst den aktuellen Charakter, die aktuellen Fähigkeiten, die Erinnerungen an die Vergangenheit und an die persönliche Entwicklung ein.

Um eine Einschätzung seiner selbst zu erhalten , muss ein Vergleich mit etwas gefunden werden. Dieser Vergleich wird hergestellt, in dem die vermeintlichen subjektiven Fähigkeiten mit den Anforderungen in Beziehung gestellt werden, mit denen sich die Persönlichkeit konfrontiert sieht. Ein hohes Selbstvertrauen gegenüber Anforderungen zeigt sich, wenn vorausschauend eingeschätzt wird, dass diese Situation gut gemeistert werden kann. Wird dieses Selbstvertrauen zu hoch, kann es auch ins negative umschlagen und in Überheblichkeit münden.

Positive Energie

Diese Themen begegnen uns im  SIMPLE immer wieder. Die Schule des Yoga lebt von Ihnen seit 2500 Jahren und alles, was in den Asanas, den Yogaübungen fließt, ist positive Energie, die den Chakren zufließt.

Diese positive Energie ist das in uns, was uns jeden morgen aufstehen läßt. Die Zuversicht in uns, die uns Energie für die nächsten Taten finden läßt. Mit dem Yogaweg kann man diese positiven Kräft verstärken. Ja, man beschummelt sich selbst, aber stärkt dadurch sein inneres Sein um mit dieser Stärke das Leben lebenswerter zu machen, um noch mehr Kraft zu haben, für Schritte, die sonst nicht denkbar wären. Positive Illusion oder Über-Optimismus nennen Psychologen diese Art des Denkens. Diese rosarote Brille, dieses Beschummeln unserer Sichtweise verändert nicht nur unser Wahrnehmen, sondern er beeinflußt auch die Zukunft.

Egli verweisst in seinem Buch „Das Lola-Prinzip“ auf die positiven Effekte im realen Leben, die durch positive Gedanken ausgelöst werden.

Scheier und Carver[1] analysierten in den USA welchen direkten Einfluß Optimismus auf den Körper im Krankheitsfall hat, also wie die Psyche die Physe berührt. Das Ergebnis brachte zu Tage, daß die Optimisten Ihre Ärzte bei Krankheit nach Heilungsfortschritten fragten und Pläne für die Zeit nach der Gesundung fragten. Pessimisten dagegen liessen die Ärzte an Ihren Prognosen zu Fehlschlägen der Operationen teilhaben und suchten nach Anzeichen für Probleme. Psychosomatische Effeke sind immer mehr erforscht und auch im Yogaweg werden wir uns solche psychosomatische Unterstützung kennenlernen und herausfinden, dass sie erstaunliche Hilfe sein können.

[1] Carver, C. S. & Scheier, M. F. (1998). On the self-regulation of behavior

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